Tipps und Tricks zum veganen Grillieren

13. Juli 2021

#SPIESSUMDREHEN

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1. Fleischalternativen verhalten sich anders als Fleisch

Vegane Alternativen unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten von Fleisch: Sie enthalten weniger Fett und sind bereits vorgegart. Wichtig ist deshalb erstmal, dass der Rost gut eingeölt ist – ansonsten klebt veganes Grillgut schnell an. Dafür kannst du eine Kartoffel halbieren, Öl auf die Schnittfläche geben und den Rost damit einreiben.

Da vegane Fleischalternativen in der Regel vorgegart sind, brauchen sie auf dem Grill nur noch warm und ev. knusprig zu werden.

Warte unbedingt, bis der Grill wirklich heiss ist, bevor du die Fleischalternativen darauf legst, denn dann brauchen sie nur ein paar Minuten. Liegen sie länger auf dem Grill, werden sie meist nur trockener. Bei grossem Hunger kann es sich lohnen, die Fleischalternativen gestaffelt auf den Rost zu legen, damit man immer wieder was Warmes und Saftiges an den Tisch holen kann.

2. Umgang mit Marinaden

Viele Fleischalternativen wie z.B. die Grill Ribs aus der Migros oder der Green Mountain Burger aus dem Coop (hier findest du die komplette Liste unserer Lieblingsalternativen) schmecken bereits top, wie sie sind. Ein Naturtofu ohne Marinade macht allerdings mal so gar keine Freude (Hallo? Geschmack?) – da muss eine würzige Sauce her. Idealerweise legst du Tofu bereits am Vorabend in eine Marinade, zum Beispiel aus Olivenöl, Senf, Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und anderen Gewürzen. Eine Alternative ist bereits marinierter Tofu oder eine fertige Marinade.

Die Marinaden frühestens zur Garhalbzeit, besser kurz vor Schluss über das Grillgut geben. Ist eine Sauce zu lange auf dem Grill, brennt sie nur an. Ein Pesto über dem Tofu oder eine Erdnusssauce über den Spiessli sorgt für ein richtig gutes Aroma, zudem trocknet das Grillgut damit weniger schnell aus.

Und wo wir schon beim Tofu sind: Aus dem Smoker wird der leider gar nichts. Das Einzige, was wir da vom Rost kratzten, war ein Klumpen Enttäuschung. Viel näher an Speck kommen mit Öl eingeriebene Räuchertofuscheiben vom Grill. 

3. Tipps für Gemüse

Gemüse genügend gross schneiden,
damit es nicht durch den Rost fällt. Ansonsten kannst du Spiesse verwenden, um Kleingeschnittenes auf den Grill zu legen. 

Metallspiesse vorher einölen, so lässt sich das Grillgut danach besser abnehmen. Holzspiesse vor der Verwendung in Wasser einlegen, damit sie über dem Feuer nicht zu brennen beginnen. 

Wer dem Rost misstraut, kann auch auf Aluschalen zurückgreifen. In solchen Aluschalen kommen Gemüse, Früchte und Fleischalternativen genauso gut und kleben erst noch nicht an.

Allerdings verträgt sich Aluminium nicht mit Salz und Säuren, die oft in der Marinade enthalten sind (z.B. Zitronensaft), sodass Aluminium ins Grillgut übergehen kann. In kleinen Mengen ist das nicht schlimm – wer aber häufiger grilliert, sollte darauf achten, Marinaden vorher gut abzutropfen und das Gemüse erst danach zu salzen. 

Eine nachhaltige Alternative sind diese Grillschalen aus Edelstahl, die man danach im Geschirrspüler wieder für den nächsten Einsatz reinigen kann.

Auch ohne Alu und zudem hübsch anzusehen sind Maiskolbenpäckli. Dafür das Grillgut in geölte Maisblätter einwickeln (die ev. nach dem Rüsten der Maiskolben übrig blieben) und diese mit Zahnstochern fixieren. Hier findest du übrigens eine Liste voller Grillgemüse-Inspiration.

4. Tipps für Früchte

Du hast Früchte in der Küche, die noch nicht reif sind? Die sind perfekt für auf den Grill! Sie behalten ihre Struktur besser und entwickeln ein gutes Aroma.

Grundsätzlich eignen sich fast alle Sommerfrüchte: Erdbeeren, Melonen, Ananas,… 

Noch besser wird das Dessert, wenn du die Früchte vor dem Grillieren in Zucker wälzt – dieser karamellisiert dann auf dem Grill, und die Frucht bleibt innen schön saftig.

5. Gourmettipps

Zum Schluss noch zwei Tipps, die du wahrscheinlich schon kennst, aber weil sie so simpel und gut sind, erinnern wir lieber einmal zu viel daran: Burgerbrötchen kurz mit den Schnittflächen nach unten auf den Rost legen, um sie etwas anzurösten. Auch gut: Knoblauchbrot vom Grill, entweder selbstgemacht oder fertig aus dem Denner.

Und wie bei allen Menus gilt: Das Spiel mit den Texturen macht aus einem guten Essen einen Hochgenuss. Kombiniere deshalb einen saftigen Burger mit einer feinen Sauce und einem knusprigen Element wie Eisbergsalat oder Röstzwiebeln.

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